Bargeld im Portemonnaie, Münzen im Sparschwein, Kontostände auf dem Girokonto, Spareinlagen, Geldmarktfonds – all dies gehört zur Geldmenge, also der gesamten Geldmenge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer Volkswirtschaft im Umlauf ist. Ökonomen unterteilen sie in verschiedene Kategorien. M1 umfasst die liquidesten Formen: Bargeld und Giroeinlagen. M2 beinhaltet zusätzlich Spareinlagen und kurzfristige Termineinlagen. M3, das von der Federal Reserve nicht mehr erfasst wird, umfasste große institutionelle Fonds.
Warum ist die Geldmenge so wichtig? Weil sie Preise, Zinssätze und die Wirtschaftstätigkeit beeinflusst. Wächst die Geldmenge schneller als die Wirtschaftsleistung, folgt in der Regel Inflation. Schrumpft sie, können Deflation und Rezession die Folge sein. Dieser Zusammenhang ist nicht rein mechanisch, sondern real. Milton Friedman argumentierte bekanntlich, dass Inflation immer und überall ein monetäres Phänomen ist.
Zentralbanken beeinflussen die Geldmenge durch ihre geldpolitischen Instrumente. Beim Kauf von Anleihen pumpen sie Geld in das Bankensystem. Beim Verkauf von Anleihen entziehen sie es. Auch Geschäftsbanken schaffen Geld, indem sie Kredite vergeben, da ein Kredit anderswo als Einlage geführt wird. Dieser Multiplikatoreffekt bedeutet, dass die Zentralbank die Geldmenge nicht perfekt kontrollieren, sondern sie lediglich modulieren kann.
Geldmengen
- M0: physische Währung und Zentralbankreserven
- M1: Bargeld plus Sichteinlagen
- M2: M1 plus Spar- und Kleingeldanlagen
- M3: M2 plus große institutionelle Fonds
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