Ein Fischer kann mit bloßen Händen nur begrenzt viel fangen. Gibt man ihm ein Netz, ein Boot und ein Kühlhaus, vervielfacht sich sein Fang. Diese Werkzeuge sind Kapital: vom Menschen geschaffene Ressourcen, die zur Herstellung anderer Güter und Dienstleistungen genutzt werden. Sie werden nicht direkt konsumiert wie ein Sandwich oder ein Haarschnitt. Sie werden immer wieder verwendet, um neue Dinge herzustellen.
Kapital tritt in vielen Formen auf. Eine Fabrik, ein Lieferwagen, ein Laptop, ein Wasserkraftwerk, eine Softwarelizenz. Selbst die Ausbildung eines Arbeitnehmers kann als Humankapital betrachtet werden, obwohl Ökonomen dies oft separat behandeln. Entscheidend ist, dass Kapital von Menschen geschaffen wird und nicht in der Natur vorkommt. Land ist eine natürliche Ressource. Kapital ist das, was wir darauf errichten.
Kapitalaufbau erfordert Opfer. Jemand muss sparen statt ausgeben oder Kredite gegen zukünftiges Einkommen aufnehmen, um Maschinen und Gebäude heute zu finanzieren. Deshalb sind Investitionen und Sparen in der Wirtschaftstheorie so eng miteinander verknüpft. Länder, die kontinuierlich investieren, wachsen bis zu einem gewissen Punkt tendenziell schneller. Zu viel Kapital am falschen Ort, wie beispielsweise leerstehende Wohntürme in einem Spekulationsboom, verschwendet Ressourcen, anstatt Wert zu schaffen.
Beispiele
- Maschinen und Fabrikausrüstung
- Gebäude und Infrastruktur
- Fahrzeuge und Werkzeuge
- Software und geistiges Eigentum
- Rohstoffbestände
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