Korallenriffe zählen zu den artenreichsten Ökosystemen der Erde. Sie werden von Korallen gebildet, kleinen Tieren, die ein Skelett aus Kalziumkarbonat ausscheiden. Über Jahrtausende sammeln sich diese Skelette an und bilden komplexe Strukturen, die Tausenden von Arten Schutz bieten. Riffe bedecken weniger als ein Prozent des Meeresbodens, beherbergen aber etwa ein Viertel aller Meeresarten. Fische, Krebstiere, Weichtiere, Schwämme und Algen sind alle auf den von Korallen geschaffenen Lebensraum angewiesen.
Korallen leben in Symbiose mit mikroskopisch kleinen Algen, den Zooxanthellen. Diese verleihen ihnen ihre Farbe und liefern ihnen durch Photosynthese den Großteil ihrer Energie. Wenn das Wasser zu warm wird, stoßen die Korallen die Algen ab und werden weiß – ein Prozess, der als Korallenbleiche bezeichnet wird. Gebleichte Korallen sind nicht tot, aber sie sind gestresst und können absterben, wenn sich die Bedingungen nicht verbessern. Massenhafte Korallenbleichen treten mit steigenden Meerestemperaturen immer häufiger auf. Verschmutzung, Überfischung und die Versauerung der Ozeane verstärken den Druck zusätzlich. Wissenschaftler schätzen, dass bereits die Hälfte der weltweiten Korallenriffe verloren gegangen oder stark geschädigt ist.
Bedrohungen für Riffe
- Erwärmung der Ozeane und massenhafte Korallenbleiche.
- Ozeanversauerung durch Kohlendioxid.
- Überfischung und zerstörerische Fischereipraktiken.
- Umweltverschmutzung und Küstenentwicklung.
In vielen Regionen laufen Projekte zur Riffwiederherstellung. Korallen werden in Aufzuchtstationen gezüchtet und anschließend auf beschädigte Riffe verpflanzt. Die Arbeit ist zwar langsam und teuer, verschafft aber Zeit.
Comments (2)
Leave a comment