Ein Drehbuch ist ein schriftliches Skript, das Dialoge und Handlung eines Films beschreibt. Es ist der Bauplan für den Film. Es erzählt die Geschichte, beschreibt die Charaktere und legt die Schauplätze fest. Es folgt einem bestimmten Format mit Szenenüberschriften, Handlungsanweisungen, Charakternamen, Dialogen und Klammerzusätzen. Das Format ist standardisiert, sodass eine Drehbuchseite ungefähr einer Minute Filmzeit entspricht. Ein 120-seitiges Drehbuch ergibt etwa einen zweistündigen Film.
Das Drehbuch ist ein Gemeinschaftswerk. Der Autor verfasst den ersten Entwurf. Der Regisseur interpretiert ihn. Die Schauspieler verkörpern ihn. Der Kameramann setzt ihn in Szene. Der Cutter gibt ihm den letzten Schliff. Das Drehbuch ist nicht der fertige Film, sondern der Ausgangspunkt. Viele Drehbücher werden mehrfach überarbeitet, manche sogar von verschiedenen Autoren. Der fertige Film kann sich deutlich vom Drehbuch unterscheiden. Doch das Drehbuch ist das Fundament. Ohne es hätte der Film keine Struktur.
Drehbücher gibt es in verschiedenen Formen. Ein Spekulationsdrehbuch entsteht auf eigene Faust, ohne Käufer. Ein Auftragsdrehbuch wird für einen bestimmten Produzenten oder ein Studio geschrieben. Eine Adaption basiert auf einem Buch, einem Theaterstück oder einem anderen Film. Ein Originaldrehbuch basiert auf keinem bestehenden Werk. Jede Form birgt ihre eigenen Herausforderungen. Das Spekulationsdrehbuch muss sich selbst verkaufen. Die Adaption muss die Fans des Originalwerks zufriedenstellen. Das Originaldrehbuch muss eine völlig neue Welt erschaffen. Das Drehbuch ist die Kunst des Autors. Es ist der erste Entwurf des Films.
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