Ein Elektrofahrzeug fährt ausschließlich mit Strom aus einer Batterie. Es hat keinen Benzinmotor, keinen Auspuff und keine Zündkerzen. Einfach anschließen, Batterie aufladen, und der Motor treibt die Räder an. Die ersten Elektrofahrzeuge gab es bereits in den 1890er-Jahren, doch aufgrund ihrer begrenzten Reichweite und der langen Ladezeit konnten sie sich gegen Benzinautos nicht durchsetzen. Jetzt sind sie zurück, und die Technologie hat alles verändert.
Moderne Elektrofahrzeuge nutzen Lithium-Ionen-Akkus und Permanentmagnet- oder Induktionsmotoren. Die Reichweite hat sich von 130 Kilometern auf über 480 Kilometer pro Ladung erhöht. Schnellladen ermöglicht die Erweiterung um Hunderte von Kilometern in nur 20 Minuten. Die Betriebskosten sind niedriger, da Strom günstiger ist als Benzin und Elektrofahrzeuge weniger Wartung benötigen. Kein Ölwechsel, kein Getriebeöl, keine Abgasreparaturen.
Es gibt Herausforderungen. Die Ladeinfrastruktur ist uneinheitlich, insbesondere in ländlichen Gebieten und Mehrfamilienhäusern. Kälte verringert die Reichweite. Für die Batterieproduktion werden Lithium, Kobalt und Nickel benötigt, was ökologische und ethische Bedenken aufwirft. Das Stromnetz muss die zusätzliche Last bewältigen, obwohl der Großteil des Ladevorgangs nachts stattfindet, wenn die Nachfrage gering ist.
Der Absatz von Elektrofahrzeugen wächst rasant. In Norwegen sind über 80 Prozent der Neuwagen elektrisch. In China gehören Elektroautos zum Standard. In den USA verläuft die Verbreitung langsamer, beschleunigt sich aber. Der Wandel ist im Gange und verändert die Automobilindustrie grundlegend.
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