Sexuelle Orientierung bezeichnet ein dauerhaftes Muster emotionaler, romantischer und sexueller Anziehung zu Männern, Frauen, beiden oder keinem von beiden. Die am häufigsten genannten Kategorien sind heterosexuell, homosexuell und bisexuell, wobei viele Menschen Anziehung eher entlang eines Kontinuums als in klar abgegrenzten Kategorien erleben.
Die sexuelle Orientierung unterscheidet sich von sexuellem Verhalten und Geschlechtsidentität. Eine Person kann sich als schwul identifizieren und dennoch zölibatär leben oder gleichgeschlechtliche Beziehungen pflegen, ohne sich selbst als homosexuell zu betrachten. Zwillingsstudien, Hormonforschung und bildgebende Verfahren des Gehirns wurden eingesetzt, um biologische Einflüsse zu erforschen, doch konnte bisher kein einzelner Faktor nachgewiesen werden, der die sexuelle Orientierung in jedem Fall bestimmt.
Interkulturelle Studien belegen, dass gleichgeschlechtliche Anziehung in allen untersuchten Gesellschaften vorkommt, auch wenn die damit verbundenen sozialen Bedeutungen stark variieren. Die meisten Forscher betrachten die sexuelle Orientierung als ein relativ stabiles Merkmal, das sich früh entwickelt und nicht im üblichen Sinne des Wortes gewählt wird.
- Dauerhaftes Anziehungsmuster
- Zu unterscheiden von Verhalten und Identität
- Tritt in verschiedenen Kulturen auf
- Wahrscheinlich sind mehrere biologische und entwicklungsbedingte Einflüsse beteiligt.
Der wissenschaftliche Konsens besagt, dass sexuelle Orientierung keine Frage moralischer Entscheidung oder einfacher sozialer Ansteckung ist.
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