In einer Moschee steht die Gemeinde in Reihen, und eine Person vorne leitet das Gebet. Diese Person ist der Imam. Seine Rolle vereint die liturgische Leitung mit, in vielen Gemeinden, Lehre und Seelsorge.
Jeder gebildete Muslim kann das Gebet leiten, doch der Titel kennzeichnet oft eine dauerhafte religiöse Autorität. Im sunnitischen Islam werden Imame in der Regel aufgrund ihrer Gelehrsamkeit und ihres Charakters ausgewählt. In der schiitischen Tradition nehmen die Imame innerhalb einer bestimmten Linie einen einzigartigen, göttlich geführten Status ein. Die Freitagspredigt gehört zu ihren regelmäßigen Pflichten.
Imame können auch persönliche Streitigkeiten schlichten, die Ausbildung beaufsichtigen und die Gemeinde öffentlich vertreten. Die Ausbildung reicht von informeller Lehre bis hin zum formalen Theologiestudium. Die Stimme des Imams prägt den religiösen Alltag der Moscheemitglieder.
Die Führung im Gebet bleibt die sichtbarste und beständigste Funktion.
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