Ein diskriminativer Reiz ist ein Hinweisreiz, der signalisiert, wann eine bestimmte Reaktion wahrscheinlich verstärkt wird. Er schafft die Voraussetzungen für das Verhalten, ohne es direkt auszulösen.
In einer operanten Versuchskammer kann Licht als diskriminativer Reiz dienen: Bei eingeschaltetem Licht führt das Drücken eines Hebels zu Futter; bei ausgeschaltetem Licht nicht. Das Tier lernt, den Hebel nur bei Lichteinfall zu betätigen. Ampeln, Schulglocken und die Anwesenheit einer bestimmten Person können im menschlichen Umfeld ebenfalls als diskriminative Reize fungieren. Der Reiz erzwingt keine Reaktion; er signalisiert lediglich, dass sich die Konsequenzen der Reaktion verändert haben.
Diskriminierungstraining etabliert Reizkontrolle, indem es die Reaktion in Gegenwart eines bestimmten Reizes verstärkt und in Gegenwart anderer Reize die Verstärkung auslässt. Das resultierende Verhalten ist effizient: Der Organismus reagiert, wenn es sich lohnt, und spart Energie, wenn dies nicht der Fall ist.
Ein diskriminativer Reiz ist das grüne Licht der Umgebung, das dem Lernenden signalisiert, dass die Bedingung gerade in Kraft ist.
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