Schnee, der Jahr für Jahr liegen bleibt, verdichtet sich schließlich zu Eis und beginnt zu fließen. Ein Gletscher ist eine beständige Masse aus dichtem Eis, die sich unter ihrem eigenen Gewicht bewegt. Talgletscher füllen Gebirgstäler; Eisschilde begraben ganze Landschaften.
Gletscher erodieren durch Ausbrechen und Abschleifen und formen so Kare, Grate und U-förmige Täler. Sie transportieren Gesteinsbrocken aller Größen und lagern diese nach dem Abschmelzen als Geschiebemergel ab. Die Fließgeschwindigkeit variiert je nach Hangneigung, Dicke und Temperatur von wenigen Metern bis zu mehreren Kilometern pro Jahr.
Die meisten Gletscher weltweit schmelzen aufgrund der Klimaerwärmung. Ihr Schmelzwasser trägt zum Anstieg des Meeresspiegels bei und speist saisonal viele Flüsse. Die Überwachung der Gletschermassenbilanz liefert einen aussagekräftigen Indikator für den Klimawandel. Das blaue Eis eines Gletschers zählt nach wie vor zu den beeindruckendsten Naturschauspielen.
- Bewegliche Masse aus dichtem Eis
- Entsteht aus verdichtetem Schnee
- Erosion und Ablagerung charakteristischer Landformen
- Derzeit in den meisten Regionen auf dem Rückzug
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