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🔇 DNA-Methylierung

Die Anlagerung von Methylgruppen an die DNA, die Gene stilllegen kann.

DNA-Methylierung

Chemische Markierungen können Gene stilllegen, ohne die zugrundeliegende Sequenz zu verändern. DNA-Methylierung ist die Anlagerung einer Methylgruppe, üblicherweise an Cytosinbasen in CpG-Dinukleotiden. Eine starke Methylierung in Promotorregionen unterdrückt typischerweise die Transkription.

Das Methylierungsmuster wird während der Entwicklung festgelegt und kann durch Methyltransferasen über Zellteilungen hinweg aufrechterhalten werden. Umweltfaktoren, Alter und Krankheitszustände verändern das Methylierungsprofil. Eine abnorme Methylierung trägt zur Krebsentstehung bei, indem sie Tumorsuppressorgene inaktiviert oder Onkogene aktiviert.

Forscher kartieren die Methylierung mithilfe von Bisulfit-Sequenzierung und Array-basierten Methoden. Bei Säugetieren ist die Methylierung essenziell für die Inaktivierung des X-Chromosoms und das genomische Imprinting. Demethylierende Medikamente werden in bestimmten Krebstherapien eingesetzt, um stillgelegte Gene zu reaktivieren. Die Markierung ist reversibel und verknüpft so Umwelteinflüsse mit der langfristigen Genregulation.

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