Informationsarchitektur organisiert und kategorisiert Inhalte, damit Nutzer finden, was sie suchen. Sie bildet die Grundlage einer Website, App oder eines Dokuments: Navigationsmenü, Kategorien, Suchsystem, Beschriftungen. Eine gute Informationsarchitektur ist unsichtbar. Nutzer finden, was sie suchen, ohne über die Struktur nachdenken zu müssen. Eine schlechte Informationsarchitektur hingegen ist frustrierend. Nutzer verirren sich, geben auf oder wenden sich an den Support. Die Inhalte sind zwar vorhanden, aber am falschen Ort und unter dem falschen Namen versteckt.
Die Arbeit beginnt mit der Recherche. Welche Inhalte gibt es? Wer nutzt sie? Was wollen die Nutzer erreichen? Card Sorting hilft dabei, herauszufinden, wie Nutzer Informationen gruppieren. Eine Gruppe von Nutzern sortiert Themen in Kategorien, die für sie sinnvoll sind. Die Ergebnisse fließen in die Navigationsstruktur ein. Baumtests validieren die Struktur. Nutzern werden Aufgaben gestellt und gefragt, wo sie suchen würden. Gehen sie an die falsche Stelle, muss die Informationsarchitektur angepasst werden. Die Bezeichnungen sind genauso wichtig wie die Struktur. Eine Kategorie namens „Ressourcen“ ist nichtssagend. „Anleitungen und Tutorials“ ist verständlicher. „Lösungen“ ist vage. „Produkte“ ist präzise. Die Terminologie sollte der Sprache der Nutzer entsprechen, nicht dem internen Jargon des Unternehmens. Informationsarchitektur ist kein einmaliges Projekt. Inhalte wachsen. Nutzerbedürfnisse ändern sich. Die Struktur muss sich weiterentwickeln. Regelmäßige Tests sorgen dafür, dass sie dem tatsächlichen Nutzungsverhalten der Website entspricht.
IA-Komponenten
- Organisation – wie Inhalte gruppiert sind
- Etikettierung – wie heißen die Kategorien?
- Navigation – wie Benutzer zwischen Abschnitten navigieren
- Suche – wie Nutzer direkt Inhalte finden
- Metadaten – wie Inhalte getaggt und beschrieben werden
Die Informationsarchitektur ist das Gerüst eines digitalen Produkts. Benutzer sehen sie nicht. Sie spüren sie.
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