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🔋 Reduktion

Die Aufnahme von Elektronen durch einen Stoff während einer Reaktion.

Reduktion

Reduktion ist die Aufnahme von Elektronen durch einen Stoff. Sie ist das Gegenteil von Oxidation. Beide Reaktionen treten in Redoxreaktionen stets gemeinsam auf. Der Stoff, der Elektronen aufnimmt, wird reduziert. Seine Oxidationszahl sinkt. Ursprünglich bezeichnete der Begriff die Entfernung von Sauerstoff aus einem Metallerz, heute umfasst er jedoch jede Aufnahme von Elektronen. Die Eselsbrücke OIL RIG hilft dabei: Oxidation ist Verlust, Reduktion ist Gewinn.

Reduktionsmittel geben Elektronen ab und werden dabei selbst oxidiert. Gängige Reduktionsmittel sind Wasserstoff, Kohlenstoff und Metalle wie Natrium und Zink. Bei der Eisengewinnung aus Eisenerz reduziert Kohlenstoff Eisenoxid zu Eisen. Der Kohlenstoff wird dabei zu Kohlendioxid oxidiert. Bei der Aluminiumherstellung wird Aluminiumoxid durch Elektrolyse zu Aluminium reduziert. Dieser Prozess erfordert enorme Mengen an Strom.

Reduktion wird in vielen industriellen Prozessen eingesetzt. Sie gewinnt Metalle aus Erzen, wandelt Nitro-Verbindungen in Amine für pharmazeutische Anwendungen um und erzeugt Wasserstoff für Brennstoffzellen. Auch in der Biologie spielt sie eine wichtige Rolle. Die Photosynthese reduziert Kohlendioxid zu Glucose. Die Zellatmung oxidiert Glucose zu Kohlendioxid und Wasser. Die Atmungskette reduziert Sauerstoff zu Wasser.

Reduktion beschränkt sich nicht immer auf Metalle. Sie kann auch Nichtmetalle betreffen, wie beispielsweise die Reduktion von Chlor zu Chlorid. Ebenso können organische Moleküle beteiligt sein, wie die Reduktion eines Ketons zu einem Alkohol. Gemeinsames Merkmal ist die Aufnahme von Elektronen. Reduktion ist ein fundamentaler chemischer Prozess.

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