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🧪 Experiment

Eine Forschungsmethode, bei der Variablen manipuliert werden, um Ursache und Wirkung zu ermitteln.

Experiment

Eine Forscherin möchte herausfinden, ob ein neues Medikament den Blutdruck senkt. Sie verabreicht einer Gruppe das Medikament und einer anderen ein Placebo. Anschließend misst sie den Blutdruck in beiden Gruppen. Der einzige Unterschied zwischen ihnen ist das Medikament. Das ist ein Experiment: eine Forschungsmethode, bei der Variablen manipuliert werden, um Ursache und Wirkung zu ermitteln.

Das entscheidende Merkmal ist die Kontrolle. Durch die zufällige Zuteilung der Teilnehmenden zu den verschiedenen Bedingungen kann der Forscher sicher sein, dass jegliche Ergebnisunterschiede durch die Manipulation und nicht durch bereits bestehende Unterschiede bedingt sind. Die zufällige Zuteilung unterscheidet ein echtes Experiment von einer Korrelationsstudie. Eine Korrelation zeigt, dass zwei Dinge gemeinsam variieren. Ein Experiment zeigt, dass das eine das andere verursacht.

Experimente haben ihre Grenzen. Sie können unpraktisch, unethisch oder künstlich sein. Man kann Menschen nicht zufällig dem Rauchen von Zigaretten zuordnen. Langzeitwirkungen lassen sich im Labor nur schwer untersuchen. Und selbst gut konzipierte Experimente können durch Erwartungseffekte verzerrt sein, da die Teilnehmenden die Hypothese erraten und ihr Verhalten entsprechend anpassen. Das Doppelblindverfahren, bei dem weder die Teilnehmenden noch die Versuchsleitung wissen, wer die Behandlung erhalten hat, ist eine Möglichkeit, diese Verzerrung zu reduzieren. Die Methode ist wirkungsvoll, aber kein Allheilmittel.

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