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🌋 Koronaler Massenauswurf

Eine große Freisetzung von Plasma und Magnetfeld aus der Sonnenkorona.

Koronaler Massenauswurf

Die Sonne leuchtet nicht nur, sie schleudert auch Materie ins All. Ein koronaler Massenauswurf (CME) ist eine gewaltige Freisetzung von Plasma und Magnetfeldern aus der äußeren Sonnenatmosphäre. Ein einzelner CME kann Milliarden Tonnen Material mit sich führen und sich mit Millionen Kilometern pro Stunde fortbewegen. Trifft ein solcher Auswurf auf die Erde, kann er Polarlichter auslösen, Satelliten stören und Stromnetze beschädigen.

Koronale Massenauswürfe (CMEs) treten häufig in Verbindung mit Sonneneruptionen auf, sind aber nicht dasselbe. Eine Sonneneruption ist ein Strahlungsausbruch, ein CME hingegen ein Materieausbruch. Beide können gleichzeitig oder unabhängig voneinander auftreten. CMEs entstehen, wenn die verdrillten Magnetfeldlinien in der Korona instabil werden und reißen, wodurch gespeicherte Energie freigesetzt wird.

Weltraumwetterdienste beobachten koronale Massenauswürfe (CMEs) mithilfe von Satelliten wie SOHO und STEREO. Sie können den Ausbruch beobachten und seine Bahn zur Erde verfolgen. Die Vorwarnzeit beträgt üblicherweise ein bis drei Tage. Das reicht aus, um anfällige Systeme abzuschalten und Satelliten zu schützen, aber nicht, um alle Schäden zu verhindern.

Das Carrington-Ereignis von 1859 wurde durch einen koronalen Massenauswurf (CME) verursacht. Ein ähnliches Ereignis würde heute Schäden in Billionenhöhe anrichten. Wissenschaftler arbeiten an besseren Vorhersage- und Schutzmaßnahmen.

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