Die Fassade ist die äußere Erscheinung eines Gebäudes. Sie ist das, was die Öffentlichkeit sieht, worauf die Straße reagiert, womit sich das Gebäude der Welt präsentiert. Eine Fassade kann schlicht oder reich verziert, transparent oder undurchsichtig, einladend oder abweisend sein. Sie weckt Erwartungen an das, was sich im Inneren befindet.
Fassaden erfüllen nicht nur ästhetische Funktionen. Sie regulieren Licht, Wärme und Luftzirkulation. Sie halten Regen ab und lassen Tageslicht herein. Sie müssen Wind, Erdbeben und Wärmeausdehnung standhalten. Eine Glasfassade, eine Klinkerfassade, ein Metallpaneelsystem – jede dieser Fassadenstrategien weist unterschiedliche Leistungseigenschaften auf.
Im Bereich der Denkmalpflege ist die Fassade oft der am besten geschützte Teil eines Gebäudes. Selbst wenn das Innere komplett neu gestaltet wird, kann der Erhalt der Fassade gesetzlich vorgeschrieben sein. Denn Fassaden prägen das Straßenbild und tragen das kollektive Gedächtnis in sich.
Die Gestaltung einer Fassade ist ein Balanceakt. Der Kunde wünscht sich ein bestimmtes Erscheinungsbild. Der Ingenieur legt Wert auf Funktionalität. Der Stadtplaner achtet auf Kontext. Das Budget erfordert Schlichtheit. Die besten Fassaden erfüllen alle Anforderungen.
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