Computergestütztes Design (CAD) bezeichnet die Verwendung von Software zur Erstellung präziser Zeichnungen und Modelle. In der Architektur hat CAD ab den 1980er- und 1990er-Jahren den Zeichentisch abgelöst. Heute wird nahezu jede professionelle Zeichnung digital erstellt.
CAD-Werkzeuge reichen von einfachen 2D-Zeichenprogrammen bis hin zu komplexen 3D-Modellierungsumgebungen. Sie ermöglichen Architekten präzises Zeichnen, schnelles Bearbeiten und einfaches Teilen von Dateien. Ebenen, Blöcke und parametrische Abhängigkeiten helfen, die Komplexität zu bewältigen. Eine einzelne Zeichnung kann Hunderte von Ebenen enthalten, von denen jede einen anderen Aspekt des Entwurfs steuert.
Die Umstellung auf CAD hat mehr als nur die Werkzeuge verändert. Auch die Arbeitsabläufe haben sich gewandelt. Zeichnungen lassen sich mit Datenbanken verknüpfen, sodass Änderungen in einer Ansicht sofort überall aktualisiert werden. Die Kommunikation hat sich ebenfalls verändert. Dateien werden in Echtzeit ausgetauscht. Und auch die Erwartungen haben sich verändert. Kunden erwarten heute fotorealistische Renderings und virtuelle Rundgänge als Teil des Designprozesses.
CAD ersetzt nicht das Urteilsvermögen. Ein Computer zeichnet, was man ihm vorgibt. Zu wissen, was gezeichnet werden soll, ist nach wie vor Aufgabe des Architekten.
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