Die Arbeiterklasse ist die Gesellschaftsschicht, die in manueller oder industrieller Arbeit tätig ist. Sie umfasst Fabrikarbeiter, Bauarbeiter, Lkw-Fahrer und Dienstleistungsangestellte. Ihre Mitglieder verfügen oft über eine geringe Schulbildung, ein bescheidenes Einkommen und wenig Autonomie am Arbeitsplatz. Sie verkaufen ihre Arbeitskraft gegen Lohn.
Die Arbeiterklasse ist keine homogene Gruppe. Facharbeiter verdienen mitunter mehr als manche Angestellte im Büro. Dienstleistungsberufe hingegen verdienen unter Umständen weniger. Herkunft und Geschlecht beeinflussen, wer welche Berufe ergreift. In reichen Ländern ist die Arbeiterklasse mit dem Niedergang des verarbeitenden Gewerbes geschrumpft. Viele ehemalige Fabrikarbeiter arbeiten heute im Einzelhandel, im Gesundheitswesen oder in der Gig-Economy.
Eigenschaften
- Manuelle oder Servicearbeit
- Stundenlohn oder Gehalt mit wenig Kontrolle
- Begrenzte Ersparnisse und wirtschaftliche Sicherheit
- Starke Berufsverbände und Gewerkschaften
- Unterschiedliche kulturelle Vorlieben und politische Neigungen
Die Arbeiterklasse wird oft romantisiert oder ignoriert. Politiker umwerben sie. Soziologen erforschen sie. Doch ihre Mitglieder sind kein Wählerblock und kein Stereotyp. Sie sind Menschen, die sich in einer sich wandelnden Wirtschaft mit begrenzten Möglichkeiten zurechtfinden müssen.
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