Hypnose ist eine soziale Interaktion, bei der eine Person einer anderen suggeriert, dass bestimmte Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken oder Verhaltensweisen spontan auftreten werden. Der Teilnehmer erlebt häufig eine fokussiertere Aufmerksamkeit und eine erhöhte Bereitschaft, Suggestionen anzunehmen.
Die Empfänglichkeit ist sehr unterschiedlich. Manche Menschen reagieren dramatisch, andere zeigen kaum Wirkung. Standardisierte Skalen messen den Grad der Reaktionsfähigkeit. Hypnose kann Schmerzen lindern, das Erinnern erleichtern (wobei das Risiko von Konfabulationen besteht) und bei der Veränderung von Gewohnheiten wie dem Rauchen helfen. Bildgebende Verfahren des Gehirns zeigen Aktivitätsveränderungen, die mit den suggerierten Erfahrungen übereinstimmen, doch der zugrunde liegende Mechanismus ist weiterhin Gegenstand der Forschung. Dissoziationstheorien gehen von einer Spaltung des Bewusstseins aus; sozial-kognitive Theorien betonen Rollenspiele und Erwartungen.
Hypnose ist keine zuverlässige Methode, um verlorene Erinnerungen präzise wiederzuerlangen, und verleiht auch keine besonderen Kräfte. Sie ist ein gemeinschaftlicher Prozess, der auf der Vorstellungskraft und dem Vertrauen des Teilnehmers in die Situation beruht. Verantwortungsbewusst angewendet, kann sie ein nützliches klinisches Instrument sein; unachtsam eingesetzt, kann sie falsche Überzeugungen hervorrufen.
Hypnose verändert die übliche Beziehung zwischen Suggestion und Erfahrung. Das Ausmaß dieser Veränderung ist von Person zu Person unterschiedlich.
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