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🚫 Anorexia Nervosa

Eine Essstörung, bei der eine Person Diät hält und deutlich untergewichtig wird, sich aber dennoch dick fühlt.

Anorexia Nervosa

Anorexia nervosa ist eine Essstörung, die durch anhaltende Einschränkung der Energiezufuhr, intensive Angst vor Gewichtszunahme und eine verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers bzw. Gewichts gekennzeichnet ist. Die Folge ist ein deutlich zu niedriges Körpergewicht im Verhältnis zu Alter, Geschlecht und Entwicklungsstand der betroffenen Person.

Die Störung beginnt typischerweise in der Adoleszenz oder im frühen Erwachsenenalter und tritt häufiger bei Frauen auf, obwohl auch Männer betroffen sein können. Zu den Verhaltensmerkmalen gehören extreme Diäten, exzessiver Sport und mitunter Erbrechen. Medizinische Komplikationen können schwerwiegend sein: Bradykardie, Osteoporose, Elektrolytstörungen und in extremen Fällen Multiorganversagen. Psychische Merkmale umfassen oft Perfektionismus, Angstzustände und ein durch Nahrungsrestriktion erlangtes Kontrollgefühl.

Die Ursachen sind vielfältig – genetische Veranlagung, kultureller Druck, Schlankheit zu erreichen, Familiendynamik und individuelles Temperament spielen eine Rolle. Die Behandlung erfordert eine Kombination aus medizinischer Stabilisierung, Ernährungstherapie und Psychotherapie. Familienbasierte Therapien sind für Jugendliche gut belegt; die Behandlungsergebnisse bei Erwachsenen sind variabler. Eine frühzeitige Intervention verbessert die Prognose, dennoch kann die Genesung langwierig sein und ein Rückfall ist ein bekanntes Risiko.

Anorexie ist keine Frage des Lebensstils. Es handelt sich um eine schwere psychische Erkrankung, die eine spezialisierte Behandlung erfordert.

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