Ein Syllogismus ist eine Form des deduktiven Denkens mit zwei Prämissen und einer Schlussfolgerung. Aristoteles entwickelte den Syllogismus als Grundeinheit der Logik. Das bekannteste Beispiel: Alle Menschen sind sterblich. Sokrates ist ein Mensch. Daher ist Sokrates sterblich. Die erste Prämisse ist die Oberprämisse, die zweite die Unterprämisse und die dritte die Schlussfolgerung. Sind die Prämissen wahr und die Form korrekt, so ist auch die Schlussfolgerung wahr. Der Syllogismus dient dazu, die Gültigkeit von Argumenten zu überprüfen. Durch die Identifizierung der Form lässt sich feststellen, ob die Schlussfolgerung folgert.
Aristoteles identifizierte mehrere gültige syllogistische Formen, sogenannte Figuren und Modi. Die gebräuchlichste ist die erste Figur, in der der Mittelterm Ober- und Unterprämisse verbindet. Mittelalterliche Logiker gaben den Formen einprägsame Namen wie Barbara und Celarent, um den Lernenden das Merken zu erleichtern. Der Syllogismus war über zweitausend Jahre lang zentral für die Logik. Erst im 19. Jahrhundert entwickelten Frege und andere leistungsfähigere logische Systeme. Doch der Syllogismus bleibt ein nützliches Lehrmittel und ein anschauliches Beispiel für deduktives Denken. Er zeigt, wie sich aus Prämissen mit Sicherheit Schlussfolgerungen ableiten lassen, vorausgesetzt, die Form ist gültig und die Prämissen sind wahr.
Teile eines Syllogismus
- Hauptprämisse. Die allgemeinere Aussage.
- Nebenprämisse. Die genauere Aussage.
- Schlussfolgerung. Die folgende Aussage.
- Mittelterm. Der Term, der die Prämissen verbindet.
Ein Syllogismus ist nicht dasselbe wie ein Argument im Allgemeinen. Er ist eine spezielle Form des deduktiven Arguments mit zwei Prämissen und einer Schlussfolgerung.
Comments (2)
Leave a comment