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🌉 Metapher

Eine rhetorische Figur, die zwei ungleiche Dinge implizit vergleicht.

Metapher

Man spricht über etwas, als wäre es etwas anderes. Eine Metapher stellt eine Identität oder enge Ähnlichkeit her, ohne „wie“ oder „als“ zu verwenden. „Die Zeit ist ein Dieb“, „das Klassenzimmer war ein Zoo“, „ihre Stimme war samtweich“. Der Vergleich ist implizit und prägnant und lädt den Leser dazu ein, Eigenschaften vom Bild auf das Beschriebene zu übertragen.

Metaphern prägen Denken und Stil. Sie können abstrakte Ideen konkretisieren, verborgene Ähnlichkeiten aufdecken und neue Sichtweisen eröffnen. Abgegriffene Metaphern – „der Fuß des Berges“, „der Kopf des Tisches“ – sind so vertraut geworden, dass ihr bildlicher Ursprung fast in Vergessenheit geraten ist. Lebendige Metaphern hingegen überraschen und erhellen nach wie vor.

Dichter und Redner bedienen sich häufig Metaphern, doch auch die Alltagssprache ist reich an ihnen. Wissenschaftliche und philosophische Sprache verwendet ebenfalls Metaphern, manchmal bewusst, manchmal unbewusst. Die Gefahr besteht darin, dass eine unbemerkte Metapher das Verständnis einschränken kann. Der Gewinn liegt in der plötzlichen Klarheit oder emotionalen Wucht, die eine treffend gewählte Metapher vermittelt. Metaphern zu erkennen und gezielt einzusetzen, trägt dazu bei, ein präziserer und fantasievollerer Sprachgebrauch zu entwickeln.

Comments (2)

  1. Walt Simmons
    A metaphor says one thing is another thing. A simile says one thing is like another. That's the difference.
  2. Carrie L.
    The article is clear. A figure of speech comparing two unlike things implicitly. Simple but important in literature.

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