Ökosystemleistungen sind die Vorteile, die Menschen aus der Natur ziehen. Dazu gehören sauberes Wasser, fruchtbarer Boden, Bestäubung, Hochwasserschutz und Klimaregulierung. Der Begriff wurde in den 1990er-Jahren populär, um den Wert der Natur in ökonomischen Kennzahlen sichtbar zu machen. Viele dieser Leistungen sind kostenlos. Das bedeutet aber nicht, dass sie wertlos sind.
Ökosystemleistungen lassen sich in vier Kategorien einteilen. Versorgungsleistungen liefern Nahrungsmittel, Holz und Frischwasser. Regulierungsleistungen kontrollieren Klima, Krankheiten und Wasserhaushalt. Kulturelle Leistungen bieten Erholung, Inspiration und spirituellen Wert. Unterstützende Leistungen wie Nährstoffkreisläufe und Bodenbildung bilden die Grundlage für die anderen drei Kategorien.
Die Bezifferung von Naturwerten ist umstritten. Ein Feuchtgebiet, das Wasser filtert, erspart einer Stadt die Kosten einer Kläranlage. Das ist ein realer, messbarer Nutzen. Doch der kulturelle Wert eines Waldes entzieht sich einer Preisbildung. Kritiker befürchten, dass die Monetarisierung der Natur zu deren Ausverkauf führt. Befürworter argumentieren, dass das, was nicht wertgeschätzt wird, zerstört wird. Diese Debatte prägt die Naturschutzpolitik weltweit.
Vier Kategorien
- Bereitstellung
- Regulierung
- Kulturell
- Unterstützung
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