Die Luftqualität gibt an, wie sauber oder verschmutzt die Luft in einem bestimmten Gebiet ist. Sie wird üblicherweise durch die Konzentration bestimmter Schadstoffe ausgedrückt: Feinstaub, Ozon, Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid. Feinstaub, insbesondere die als PM2,5 bekannten Partikel, stellt das größte Gesundheitsrisiko dar, da er tief in die Lunge und den Blutkreislauf eindringt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass die Luftverschmutzung im Freien jährlich zu Millionen vorzeitiger Todesfälle beiträgt.
Die Luftqualität variiert je nach Ort und Tageszeit. Städte mit hohem Verkehrsaufkommen, Industrieanlagen und Kohleheizungen weisen tendenziell schlechtere Luft auf. Auch das Wetter spielt eine Rolle. Temperaturinversionen führen dazu, dass Schadstoffe in Bodennähe gefangen bleiben und Smog verursachen. Messstationen erfassen die Schadstoffkonzentrationen und veröffentlichen Indizes, die komplexe Daten in einfache Kategorien von gut bis gefährlich übersetzen. Diese Indizes helfen den Menschen zu entscheiden, ob sie sich im Freien bewegen, eine Maske tragen oder die Fenster geschlossen halten sollten.
Hauptschadstoffe, die Anlass zur Sorge geben
- PM2,5 und PM10: Feinstaub und Grobstaub.
- Bodennahes Ozon: entsteht durch Sonnenlicht und Fahrzeugemissionen.
- Stickstoffdioxid: hauptsächlich aus Verkehr und Industrie.
- Schwefeldioxid: entsteht bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe.
Die Luftqualität ist nicht nur ein Problem im Freien. Auch die Raumluft kann schlechter sein, insbesondere in Haushalten, in denen mit festen Brennstoffen gekocht wird. Belüftung und sauberere Öfen machen einen messbaren Unterschied.
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