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💧 Liquiditätskennzahl

Eine Finanzkennzahl, die die Fähigkeit eines Unternehmens misst, seine kurzfristigen Schulden zu begleichen.

Liquiditätskennzahl

Ein Unternehmen muss seinen kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Liquiditätskennzahlen messen diese Fähigkeit, indem sie liquide Mittel mit kurzfristigen Verbindlichkeiten vergleichen. Die Liquiditätskennzahl 1. Grades (Current Ratio) berechnet sich aus dem Verhältnis von kurzfristigem Vermögen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten; die Kennzahl 2. Grades (Quick Ratio) schließt Vorräte aus; die Kennzahl 3. Grades (Cash Ratio) berücksichtigt ausschließlich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Höhere Kennzahlen deuten im Allgemeinen auf eine bessere kurzfristige Finanzlage hin.

Kreditgeber und Lieferanten prüfen Liquiditätskennzahlen bei der Kreditvergabe. Ein Unternehmen, das seine Rechnungen nicht fristgerecht begleichen kann, riskiert beschädigte Geschäftsbeziehungen und höhere zukünftige Kapitalkosten. Gleichzeitig kann eine extrem hohe Liquidität darauf hindeuten, dass Vermögenswerte nicht produktiv eingesetzt werden. Kontext und Branchenstandards spielen eine wichtige Rolle.

Manager überwachen die Liquidität, um die operative Kontinuität zu gewährleisten und saisonale oder unerwartete Liquiditätsengpässe zu planen. Die Kennzahlen lassen sich einfach aus der Bilanz berechnen und liefern gleichzeitig wichtige Frühwarnzeichen für sich aufbauende kurzfristige Belastungen. Zusammen mit der Cashflow-Analyse bilden sie ein grundlegendes Instrumentarium zur Beurteilung der kurzfristigen finanziellen Stabilität.

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