Die Achsvermessung justiert die Winkel der Räder zur Straße und zueinander. Ist sie falsch eingestellt, zieht das Auto zur Seite, die Reifen nutzen sich ungleichmäßig ab und die Lenkung fühlt sich schwammig an. Stimmt sie, fährt das Auto mit minimalem Kraftaufwand spurtreu.
Drei Winkel sind besonders wichtig. Der Sturz beschreibt die Neigung des Rades nach innen oder außen, von vorn betrachtet. Die Spur beschreibt den Winkel nach innen oder außen, von oben betrachtet. Der Nachlauf beschreibt die Neigung der Lenkachse nach vorn oder hinten. Jeder dieser Winkel beeinflusst das Fahrverhalten und den Reifenverschleiß auf unterschiedliche Weise.
Anzeichen dafür, dass eine Achsvermessung nötig ist
- Das Auto zieht auf einer geraden Straße zur Seite.
- Das Lenkrad steht bei Geradeausfahrt nicht mittig.
- Die Reifen weisen ungleichmäßigen Verschleiß auf, insbesondere an den Innen- und Außenkanten.
- Die Lenkung fühlt sich schwammig an oder schwankt.
- Nach dem Anfahren einer Bordsteinkante oder eines großen Schlaglochs.
Achsvermessungsbetriebe verwenden Laser- oder Kameramesspunkte an den Rädern und vergleichen die Messwerte mit den Herstellervorgaben. Vorderachsvermessungen sind üblich. Vierradvermessungen sind zwar teurer, aber besonders wichtig bei Fahrzeugen mit Einzelradaufhängung hinten. Neue Reifen bieten sich für eine Achsvermessung an, da falsch eingestellte Räder einen neuen Reifensatz innerhalb weniger tausend Kilometer ruinieren können. Es handelt sich um eine kleine Wartungsmaßnahme, die teure Ersatzreifen verhindert.
Comments
No comments yet. Be the first to share a thought.
Leave a comment