Lernen ist eine relativ dauerhafte Veränderung des Verhaltens oder des Wissens, die aus Erfahrung resultiert. Es ist der Prozess, der es Organismen ermöglicht, sich an die Gesetzmäßigkeiten ihrer Umwelt anzupassen.
Psychologen unterscheiden verschiedene Lernformen. Klassische Konditionierung verknüpft gemeinsam auftretende Reize. Operante Konditionierung verknüpft Handlungen mit ihren Konsequenzen. Beobachtungslernen ermöglicht es Individuen, neue Verhaltensweisen durch Beobachtung anderer zu erlernen. Kognitive Lernformen umfassen die Bildung kognitiver Karten, Einsicht und den Erwerb von Konzepten und Regeln. Nicht jede Verhaltensänderung gilt als Lernen; Reifung, Ermüdung und vorübergehende Motivationsschwankungen werden durch das Erfordernis relativer Dauerhaftigkeit und Erfahrungsbezug ausgeschlossen.
Lernen lässt sich an Leistungsverbesserungen, der Fähigkeit, erlernte Fertigkeiten auf neue Situationen zu übertragen, und den mit der Verhaltensänderung einhergehenden Veränderungen im Nervensystem messen. Es findet lebenslang statt, wobei die Plastizität bestimmter Fähigkeiten in der frühen Entwicklung besonders ausgeprägt ist. Die Lernforschung verbindet Psychologie mit Neurowissenschaften, Pädagogik und künstlicher Intelligenz.
Erfahrung hinterlässt Spuren. Wenn diese Spuren das Verhalten oder Wissen eines Organismus verändern, hat Lernen stattgefunden.
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