Das Immunsystem erstellt molekulare Steckbriefe. Ein Antikörper ist ein Y-förmiges Protein, das von B-Zellen produziert wird und spezifisch an ein fremdes Molekül bindet, um es zur Zerstörung zu markieren oder seine Funktion zu neutralisieren.
Jeder Antikörper erkennt ein spezifisches Epitop. Die Bindung kann das Eindringen von Toxinen oder Viren blockieren, das Komplementsystem aktivieren oder Krankheitserreger zur Phagozytose markieren. Gedächtnis-B-Zellen behalten die Fähigkeit, bei erneuter Exposition denselben Antikörper schnell zu produzieren. Dies bildet die Grundlage der humoralen Immunität und der Impfung.
Die Labormedizin nutzt Antikörper in diagnostischen Tests und als Therapeutika. Monoklonale Antikörper können heute Krebszellen, Entzündungszytokine oder spezifische Viren mit hoher Präzision angreifen. Die Messung des Antikörperspiegels gibt zudem Aufschluss über zurückliegende Infektionen oder Impfreaktionen.
- Y-förmiges Protein, das spezifische Fremdmoleküle bindet
- Wird von B-Zellen nach Antigenkontakt produziert
- Neutralisiert Krankheitserreger und markiert sie zur Beseitigung.
- Wird in der Diagnostik und in zielgerichteten Therapien eingesetzt.
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