Vom Rand aus betrachtet, wirkt der Abgrund fast senkrecht. Ein Canyon ist ein tiefes, enges Tal mit steilen Wänden, das meist über lange Zeiträume von einem Fluss geformt wurde. Die Wände legen Gesteinsschichten frei, die Zeugnis von vergangenen Umweltbedingungen ablegen.
Der Grand Canyon ist der berühmteste, doch ähnliche Formationen finden sich überall dort, wo Flüsse sich in angehobene Hochebenen einschneiden. In trockenen Gebieten können Sturzfluten Schluchten rasch vertiefen. Ihre Breite variiert von nur wenigen Metern schmalen Schluchten bis hin zu riesigen, kilometerbreiten Abgründen.
Canyons schaffen dramatische Mikroklimata und isolierte Lebensräume. Sie stellen auch eine Herausforderung für den Straßen- und Pipelinebau dar. Wanderer und Geologen schätzen sie für den klaren Blick auf die in Stein gemeißelte Erdgeschichte. Der Fluss am Grund setzt seine langsame, aber stetige Arbeit der Erosion fort.
- Tiefes Tal mit steilen Hängen
- Hauptsächlich durch Flusserosion entstanden
- Legt geschichtete Gesteinsschichten frei
- Das Spektrum reicht von engen Schluchten bis hin zu tiefen Abgründen.
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