Eine Prämisse ist eine Aussage, die eine Schlussfolgerung in einem Argument stützt. Sie ist ein Grund, etwas zu glauben. In einem Syllogismus sind die Prämissen die beiden Aussagen, die zur Schlussfolgerung führen. Alle Menschen sind sterblich. Sokrates ist ein Mensch. Daher ist Sokrates sterblich. Die ersten beiden Aussagen sind Prämissen. Die dritte ist die Schlussfolgerung. Prämissen können wahr oder falsch sein. Sie können durch weitere Argumente gestützt oder als Ausgangspunkt akzeptiert werden. In einem gültigen Argument gilt: Sind die Prämissen wahr, so muss auch die Schlussfolgerung wahr sein. In einem schlüssigen Argument sind die Prämissen wahr und die Argumentationsform ist gültig.
Prämissen können explizit oder implizit sein. Sie können explizit sein, wie in einer formalen Argumentation, oder implizit, wie im alltäglichen Denken. Das Erkennen impliziter Prämissen ist eine Schlüsselkompetenz des kritischen Denkens. Oft wirkt ein Argument überzeugend, weil eine fragwürdige Prämisse unausgesprochen bleibt. Durch deren Explizitmachung kann sie überprüft werden. Prämissen können auch angezweifelt werden. Wird eine Prämisse in Frage gestellt, muss das Argument gegebenenfalls durch weitere Argumente untermauert werden. In der Philosophie werden Prämissen häufig mithilfe von Gegenbeispielen und Gedankenexperimenten geprüft. Ziel ist nicht der Sieg, sondern die Suche nach wahren und relevanten Prämissen.
Arten von Räumlichkeiten
- Major. Die allgemeinere Aussage in einem Syllogismus.
- Minor. Die genauere Aussage.
- Implizit. Nicht explizit angegeben, wird aber vorausgesetzt.
- Empirical. Basierend auf Beobachtung.
- Conceptual. Basierend auf Definitionen oder Logik.
Eine Prämisse ist nicht dasselbe wie eine Annahme, obwohl es Überschneidungen gibt. Eine Annahme ist etwas, das als selbstverständlich gilt. Eine Prämisse wird als Begründung angeführt.
Comments (2)
Leave a comment