Wiedererkennung ist die Fähigkeit, bereits bekannte Informationen bei erneuter Präsentation wiederzuerkennen. Multiple-Choice-Tests basieren auf Wiedererkennung. Ebenso das Gefühl der Vertrautheit, wenn man in einer Menschenmenge ein Gesicht sieht und weiß, dass man die Person schon einmal getroffen hat, selbst wenn einem der Name entfallen ist.
Da das richtige Element unter Ablenkern präsentiert wird, ist das Wiedererkennen in der Regel einfacher als das spontane Erinnern. Der Unterschied ist so groß, dass Menschen oft Material wiedererkennen, das sie nicht spontan wiedergeben können. Theorien des Zwei-Prozess-Modells gehen davon aus, dass das Wiedererkennen entweder auf einer lebhaften Erinnerung an die ursprüngliche Episode oder auf einem eher automatischen Gefühl der Vertrautheit beruhen kann.
Falsche Wiedererkennung tritt auf, wenn ein neues Objekt vertraut wirkt, weil es Merkmale mit bereits gelerntem Material teilt. Das Deese-Roediger-McDermott-Paradigma führt zu hohen Raten falscher Wiedererkennung bei kritischen Ködern, die nie präsentiert wurden. Solche Fehler zeigen, dass Wiedererkennung nicht einfach nur das Auslesen gespeicherter Informationen ist.
- Identifizierung von bereits gelerntem Material
- Einfacher als freies Abrufen
- Gestützt auf Erinnerung oder Vertrautheit
- Anfällig für Fehlalarme
Die Messmethode spielt weiterhin eine zentrale Rolle sowohl in der Gedächtnisforschung im Labor als auch in Alltagssituationen wie der Identifizierung von Augenzeugen.
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