Hyperinflation ist eine Inflation, die außer Kontrolle gerät. Die Preise steigen so rasant, dass Geld täglich, manchmal sogar stündlich an Wert verliert. Die Menschen geben ihr Gehalt schnellstmöglich aus, bevor es wertlos wird. Arbeitnehmer fordern Tageslöhne. Geschäfte passen ihre Preise ständig an.
Klassische Beispiele sind Deutschland 1923, Simbabwe Ende der 2000er-Jahre und Venezuela in den letzten Jahren. In allen drei Ländern druckten die Regierungen Geld, um massive Haushaltsdefizite zu decken. Die Geldmenge explodierte. Die Preise stiegen daraufhin rasant an. Ersparnisse wurden vernichtet. Die Mittelschicht wurde schwer getroffen.
Die Hyperinflation endet erst, wenn ihre Ursache behoben ist. Regierungen müssen die Geldschöpfung stoppen, ihre Haushalte ausgleichen und häufig eine stabile Fremdwährung einführen. Die Kosten sind gravierend: Arbeitslosigkeit, Kürzungen öffentlicher Dienstleistungen und politische Instabilität. Die Erholung dauert Jahre.
Warnschilder
- Schnelles Geldmengenwachstum
- Hohe Staatsdefizite
- Vertrauensverlust in die Währung
- Indexierung von Löhnen und Preisen
- Flucht in ausländische Währungen oder Waren
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