Betritt man eine gut bewirtschaftete Agroforstwirtschaft, sieht man drei Dinge gleichzeitig: Bäume, Gras und Tiere. Das System kombiniert sie bewusst auf derselben Fläche, sodass jede Komponente von den anderen profitiert. Rinder grasen unter vereinzelten Eichen oder Kiefern, und die Bäume spenden Schatten, der den Hitzestress für die Tiere reduziert.
Diese Anbaumethode hat ihre Wurzeln in der mediterranen und tropischen Landwirtschaft, doch das Interesse daran wächst auch in gemäßigten Regionen, da Landwirte nach Möglichkeiten suchen, ihr Einkommen zu diversifizieren und die Bodenqualität zu verbessern. Bäume werfen Laub ab, das organische Substanz bildet. Tiere führen Nährstoffe über ihren Dung dem Pflanzenkreislauf zu. Futterpflanzen wachsen im Halbschatten eines Blätterdachs, das dennoch genügend Licht durchlässt.
Übliche Vereinbarungen
- Weit auseinander stehende Bäume mit offenen Weideflächen zwischen den Reihen
- Beweidung von Obstgärten, bei der Nutztiere die Vegetation unter Obstbäumen pflegen.
- Waldlichtung mit anschließender Futterpflanzenanlage
Die Bewirtschaftung ist anspruchsvoll. Junge Bäume müssen vor Verbiss geschützt werden, und der Beweidungsdruck muss so gesteuert werden, dass sich das Futter regenerieren kann. Wird dabei Fehler gemacht, versagt das System nacheinander.
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