Die Christologie ist die Lehre vom Wesen und der Person Jesu Christi. Sie fragt: Wer ist Jesus? Was ist er? In welcher Beziehung steht er zu Gott? In welcher Beziehung steht er zu den Menschen? Die Antworten darauf haben die Kirche gespalten. Sie haben Konzilien, Glaubensbekenntnisse und Irrlehren hervorgebracht. Die Christologie ist das Herzstück der christlichen Theologie.
Die frühe Kirche debattierte über die Christologie. Arius sagte, Jesus sei ein geschaffenes Wesen. Athanasius hingegen sagte, Jesus sei vollkommen göttlich. Das Konzil von Nicäa im Jahr 325 schloss sich Athanasius an und erklärte, Jesus sei homoousios, also wesensgleich mit dem Vater. Nestorius lehrte, Christus habe zwei Personen. Kyrill hingegen vertrat die Ansicht, er sei eine Person. Das Konzil von Ephesus im Jahr 431 schloss sich Kyrill an. Eutyches sagte, Christus habe eine Natur. Das Konzil von Chalcedon im Jahr 451 erklärte, er habe zwei Naturen, die göttliche und die menschliche, in einer Person. Dies ist die orthodoxe Auffassung.
Schlüsselfragen zur Christologie
- Ist Jesus wahrer Gott?
- Ist Jesus vollständig Mensch?
- In welchem Verhältnis stehen die beiden Naturen zueinander?
- Ist Jesus eine oder zwei Personen?
- Was bedeutet es, dass Gott Fleisch geworden ist?
Die Christologie ist von entscheidender Bedeutung. Sie bestimmt, wer Jesus ist. Sie bestimmt, was er getan hat. Sie bestimmt, wie wir gerettet werden. Wenn Jesus nicht Gott ist, kann er uns nicht retten. Wenn Jesus nicht Mensch ist, kann er uns nicht vertreten. Er muss beides sein. Er ist der Gottmensch. Er ist der Mittler. Er ist die Brücke zwischen Himmel und Erde. Christologie ist nicht bloß eine akademische Übung. Sie ist das Fundament des Glaubens. Sie ist der Grund der Hoffnung. Sie ist das Geheimnis der Menschwerdung. Gott wurde Mensch. Das Wort wurde Fleisch. Das ist der Skandal. Das ist die Herrlichkeit. Das ist Christologie.
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