Entlang des westlichen Randes des Nordatlantiks transportiert eine schnelle, schmale Strömung warmes Wasser aus dem Golf von Mexiko und der Floridastraße nach Norden. Dies ist der Golfstrom, eine der stärksten westlichen Randströmungen der Erde. Seine Geschwindigkeit kann zwei Meter pro Sekunde überschreiten, und sein Wasservolumen ist etwa 30- bis 150-mal so groß wie das aller Flüsse der Welt zusammen.
Der Golfstrom ist Teil der subtropischen Wirbelzirkulation, die vom Wind angetrieben und durch den Coriolis-Effekt sowie die Küstenlinie geformt wird. Nachdem er die US-Küste verlassen hat, mäandert er in den offenen Atlantik, löst Wirbel auf und mündet schließlich in den Nordatlantikstrom, der das Klima Nordwesteuropas mildert. Der Golfstrom beeinflusst zudem die Intensität von Hurrikanen, die Fischerei und die Verbreitung mariner Arten.
Satelliten, Verankerungen und Schiffsuntersuchungen überwachen Verlauf und Stärke der atlantischen Umwälzzirkulation. Es gibt Hinweise darauf, dass sich die atlantische Umwälzzirkulation in den letzten Jahrzehnten abgeschwächt hat, was Auswirkungen auf das Golfstromsystem haben könnte, obwohl die Strömung selbst weiterhin ein prägendes Merkmal des gegenwärtigen Klimas darstellt.
- Warme, schnelle westliche Randströmung im Nordatlantik
- Transportiert große Mengen Wasser und Wärme nach Norden
- Beeinflusst das europäische Klima und die marinen Ökosysteme
- Überwachung durch Satelliten und Vor-Ort-Beobachtungen
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