Eisen rostet. Kupfer verfärbt sich grün. Ein Apfel wird braun, wenn er angeschnitten wird. Das sind alles Oxidationsreaktionen. Oxidation ist der Verlust von Elektronen durch einen Stoff. Der Stoff, der Elektronen abgibt, wird oxidiert. Der Stoff, der Elektronen aufnimmt, wird reduziert. Beides geschieht immer gleichzeitig, weshalb die Reaktionen Redoxreaktionen genannt werden. Ursprünglich bezog sich der Begriff auf Reaktionen mit Sauerstoff, umfasst aber heute jeglichen Elektronenverlust.
Oxidationszahlen geben den Elektronenverlust an. Gibt ein Atom Elektronen ab, erhöht sich seine Oxidationszahl. Nimmt es Elektronen auf, verringert sie sich. Die Oxidationszahl eines reinen Elements ist null. In einer Verbindung wird sie anhand der Elektronegativität und der Ladungsbilanz bestimmt. Oxidationszahlen dienen der Dokumentation des Elektronentransfers.
Oxidationsreaktionen finden überall statt. Verbrennung ist Oxidation. Atmung ist Oxidation. Korrosion ist Oxidation. Bleichen ist Oxidation. Antioxidantien verhindern Oxidation, indem sie Elektronen an reaktive Sauerstoffspezies abgeben. Vitamin C und Vitamin E sind Antioxidantien. Sie schützen die Zellen vor Schäden durch freie Radikale.
Oxidation findet in der Industrie Anwendung. Sie erzeugt Schwefelsäure, Salpetersäure und viele andere Chemikalien. In der Abwasserbehandlung dient sie dem Abbau organischer Schadstoffe. In der Metallurgie wird sie zur Gewinnung von Metallen aus Erzen eingesetzt. Sie ist eine grundlegende Reaktion in Chemie und Biologie.
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