Eine Zeichnung hat nicht die Größe eines Gebäudes. Der Maßstab ist das Verhältnis zwischen den Maßen in der Zeichnung und den tatsächlichen Maßen des Gebäudes. Ein Grundriss im Maßstab 1:48 (1/4 Zoll = 1 Fuß) bedeutet, dass jeder Viertelzoll auf dem Papier einem Fuß in der Realität entspricht. Durch Ändern des Maßstabs kann die Zeichnung mehr oder weniger Details zeigen.
Unterschiedliche Maßstäbe dienen unterschiedlichen Zwecken. Ein Lageplan könnte beispielsweise im Maßstab 1 Zoll = 100 Fuß dargestellt werden. Ein Grundriss im Maßstab 1/4 Zoll = 1 Fuß. Ein Wandschnitt im Maßstab 1 Zoll = 1 Fuß. Eine Detailzeichnung im Maßstab 1 1/2 Zoll = 1 Fuß. Je größer der Maßstab, desto mehr Details lassen sich darstellen.
Maßstab ist auch ein Gestaltungskonzept. Der Maßstab eines Gebäudes beschreibt, wie seine Größe im Verhältnis zur menschlichen Größe steht. Ein Haus hat einen kleinen Maßstab, eine Kathedrale einen großen. Ein Gebäude kann einen guten Maßstab haben, wenn es sich stimmig in seinen Kontext und seine Funktion einfügt, oder einen schlechten Maßstab, wenn es für seinen Zweck zu groß oder zu klein wirkt.
Architekten verwenden maßstabsgetreue Figuren – Zeichnungen von Menschen –, um zu veranschaulichen, wie ein Gebäude oder ein Raum mit dem menschlichen Körper interagiert. Ohne sie wirkt eine Darstellung wie ein Spielzeug. Mit ihnen wird sie zu einem realen Ort.
Comments
No comments yet. Be the first to share a thought.
Leave a comment