Sich eine neue Telefonnummer zu merken, während man nach einem Stift sucht oder eine Liste von Anweisungen neu ordnet, erfordert das Arbeitsgedächtnis – das kognitive System, das Informationen, die für laufende Aufgaben benötigt werden, vorübergehend speichert und verarbeitet.
Baddeleys Modell umfasst eine zentrale Exekutive zur Aufmerksamkeitssteuerung, eine phonologische Schleife für verbales Material, einen visuell-räumlichen Notizblock und einen episodischen Puffer zur Informationsintegration. Die Kapazität ist begrenzt, typischerweise auf wenige Einheiten, und steht in engem Zusammenhang mit individuellen Unterschieden in der fluiden Intelligenz und der akademischen Leistung.
Das Arbeitsgedächtnis unterstützt Sprachverständnis, Kopfrechnen, Planung und Selbstkontrolle. Es ist anfällig für Ablenkung und Interferenzen durch Doppelaufgaben. Trainingsprogramme haben unterschiedliche Ergebnisse erbracht; Strategieeinsatz und die Reduzierung unnötiger Belastung führen oft zu deutlicheren Verbesserungen. Bei Überlastung des Arbeitsgedächtnisses bricht die Leistung bei komplexen Aufgaben ein, selbst wenn das Langzeitwissen intakt bleibt.
- Vorübergehende Speicherung und Manipulation von Informationen
- Begrenzte Kapazität und Dauer
- Unterstützt komplexe kognitive Aktivitäten
- Eng verbunden mit Aufmerksamkeit und fluider Intelligenz
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