Ein Nephrologe behandelt die Nieren. Nicht nur Nierensteine oder Infektionen, sondern das gesamte Spektrum der Nierenerkrankungen: chronische Nierenerkrankung, Glomerulonephritis, polyzystische Nierenerkrankung und die Elektrolytstörungen, die bei Nierenversagen auftreten. Er betreut auch Dialyse- und Transplantationspatienten.
Der Ausbildungsweg ist lang. Vier Jahre Medizinstudium, drei Jahre Facharztausbildung in Innerer Medizin, anschließend zwei bis drei Jahre Weiterbildung in Nephrologie. Nephrologen arbeiten in Krankenhäusern, ambulanten Kliniken und Dialysezentren. Sie kooperieren häufig mit Urologen, die Operationen durchführen, und mit Transplantationschirurgen.
Was ein Nephrologe tut
- Diagnosen und Stadien der chronischen Nierenerkrankung.
- Reguliert Blutdruck und Diabetes zum Schutz der Nierenfunktion.
- Verschreibt und überwacht die Dialyse bei Patienten mit Nierenversagen.
- Bewertet Kandidaten für eine Nierentransplantation.
- Behandelt Elektrolytstörungen wie zu hohen Kaliumspiegel oder zu niedrigen Natriumspiegel.
Nierenerkrankungen verlaufen oft symptomlos, bis sie weit fortgeschritten sind. Bis Symptome auftreten, kann die Nierenfunktion bereits stark beeinträchtigt sein. Nephrologen legen daher großen Wert auf Prävention: Sie kontrollieren den Blutzucker, halten den Blutdruck im Normbereich und vermeiden nierenschädigende Medikamente. Zudem unterstützen sie Patienten bei den emotionalen und organisatorischen Herausforderungen der Dialyse, die viele Stunden pro Woche in Anspruch nehmen kann. Geduld und eine langfristige Patientenbeziehung sind in diesem Fachgebiet unerlässlich.
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