Ein Text kann grammatikalisch korrekt sein und dennoch unzusammenhängend wirken. Kohärenz ist die Eigenschaft, durch die ein Diskurs für sein Publikum ein sinnvolles Ganzes bildet – durch logische Beziehungen, gemeinsames Wissen und eine konsistente Perspektive.
Kohärenz entsteht teils durch den Autor oder Sprecher, teils durch den Rezipienten. Kausale Zusammenhänge, zeitliche Abfolge und thematische Kontinuität unterstützen sie. Fehlt es an Kohärenz, bemängeln Leser, dass ein Text „sprunghaft“ wirkt, selbst wenn lokale Kohäsionsmechanismen vorhanden sind.
Schreibpädagogen legen Wert auf Kohärenz, indem sie klarere Übergänge und eine stärkere Gesamtstruktur fordern. Diskurspsychologen untersuchen, wie Leser mentale Modelle von im Text beschriebenen Situationen entwickeln. Kohärenz ist somit eine pragmatische und kognitive Leistung und nicht nur eine formale Eigenschaft von Sätzen.
- Sinnvoller Gesamtzusammenhang eines Diskurses
- Hängt von Logik, Wissen und Perspektive ab.
- Sie unterscheiden sich von Kohäsionsvorrichtungen, werden aber durch diese unterstützt.
- Zentrales Anliegen im Schreibunterricht und in der Diskursanalyse
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