Ein Bärenmarkt ist eine Marktphase, die durch fallende Kurse und Pessimismus gekennzeichnet ist. Üblicherweise spricht man von einem Rückgang um 20 Prozent oder mehr gegenüber den jüngsten Höchstständen. Er kann Monate oder Jahre andauern. Anleger verkaufen, die Kurse fallen weiter, und die Angst verstärkt sich selbst. Das Gegenteil ist ein Bullenmarkt, in dem die Kurse steigen und Optimismus vorherrscht.
Bärenmärkte haben viele Ursachen. Rezessionen, steigende Zinsen, geopolitische Krisen und das Platzen von Spekulationsblasen können sie auslösen. Der Dotcom-Crash im Jahr 2000, die Finanzkrise 2008 und der pandemiebedingte Ausverkauf 2020 waren Beispiele für Bärenmärkte. Jeder dieser Märkte verlief anders, doch das Muster war bekannt: Verleugnung, Angst, Kapitulation und schließlich Erholung. Eine schnelle Erholung ist jedoch nie garantiert.
Bärenmärkte sind schmerzhaft, aber nicht von Dauer. Anleger, die am Tiefpunkt verkaufen, realisieren Verluste. Wer hält oder kauft, erholt sich oft im Laufe der Zeit. Die größte Herausforderung ist die emotionale Belastung. Zuzusehen, wie ein Portfolio um 30 Prozent an Wert verliert, stellt die Geduld auf die Probe. Die Geschichte zeigt, dass sich die Märkte letztendlich erholen, aber der Zeitpunkt ist unvorhersehbar. Ein durchschnittlicher Bärenmarkt dauert etwa neun Monate. Manche ziehen sich über Jahre hin. Niemand weiß im Voraus, welcher Bärenmarkt als Nächstes kommt.
Gemeinsame Merkmale
- Sinkende Preise
- Anlegerpessimismus
- Erhöhte Volatilität
- Steigende Arbeitslosigkeit
- Letztendliche Genesung
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