Volkswirtschaften wachsen nicht linear. Sie expandieren, verlangsamen sich, schrumpfen und erholen sich, und dann beginnt der Kreislauf von Neuem. Dieses wiederkehrende Muster ist der Konjunkturzyklus, der seit Jahrhunderten dokumentiert ist. Kein Zyklus gleicht dem anderen, aber sie alle folgen einem gemeinsamen Rhythmus.
Der Konjunkturzyklus lässt sich grob in vier Phasen unterteilen. In der Expansionsphase steigen Produktion und Beschäftigung. Ein Hochpunkt markiert den Höhepunkt vor dem Abschwung. In der Kontraktionsphase, auch Rezession genannt, sinkt Produktion und es kommt zu Entlassungen. Ein Tiefpunkt markiert den Tiefpunkt, an dem die Erholung beginnt. Manche Zyklen verlaufen mild und sind in den Wirtschaftsdaten kaum wahrnehmbar. Andere hingegen sind brutal und machen jahrelangen Fortschritt zunichte.
Was verursacht diese Wendepunkte? Ökonomen streiten darüber ständig. Einige machen Veränderungen bei Kredit- und Zinssätzen verantwortlich. Andere verweisen auf Schocks wie Ölpreisspitzen oder Pandemien. Wieder andere betonen Schwankungen im Geschäftsvertrauen und bei Investitionen. In der Praxis wirken meist mehrere Faktoren zusammen. Regierungen versuchen, die Auswirkungen mit Fiskal- und Geldpolitik abzufedern, allerdings mit unterschiedlichem Erfolg.
Phasen im Überblick
- Expansion: Wachstum, Neueinstellungen, steigende Einkommen
- Spitzenwert: Maximale Leistung vor der Verlangsamung
- Kontraktion: sinkendes BIP, steigende Arbeitslosigkeit
- Tiefpunkt: der Tiefpunkt vor der Erholung
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