Beim Drechseln wird Holz auf einer Drehbank geformt. Das Holz dreht sich, und der Drechsler trägt mit einem Drechselmesser Material ab. Das Ergebnis ist rund, symmetrisch und oft direkt nach dem Drechseln glatt. Schalen, Becher, Stuhlbeine, Werkzeuggriffe und Zierspindeln werden gedrechselt. Die Drehbank kann eine einfache, mit einem Fußpedal betriebene Stativdrehbank oder eine moderne elektrische Drehbank mit variabler Drehzahl und einem schweren Gusseisenbett sein.
Das Drechseln von frischem Holz unterscheidet sich vom Drechseln von trockenem Holz. Frisches Holz ist feucht, lässt sich leicht bearbeiten und verzieht sich beim Trocknen. Eine frisch gedrechselte Schale verzieht sich oft zu einer ovalen Form, was manche Drechsler als schön, andere hingegen als frustrierend empfinden. Trockenes Holz ist formstabil, aber härter und staubiger. Beim Spindeldrechseln wird das Holz zwischen Spitzen eingespannt, wobei es an beiden Enden fixiert ist. Beim Schalendrechseln verwendet man eine Planscheibe oder ein Spannfutter und arbeitet an der Stirnseite des Holzes. Die beiden Disziplinen erfordern unterschiedliche Werkzeuge und Techniken.
Grundlegende Drechselwerkzeuge
- Hohlbeitel – das Arbeitstier zum Schruppen und Formen
- Schrägmeißel – für glatte Hobelschnitte an Spindeln
- Abstechwerkzeug – zum Schneiden von Nuten und zum Abtrennen des fertigen Werkstücks
- Schaber – zum Glätten und Verfeinern von Kurven
Scharfe Werkzeuge und leichte Schnitte verwenden. Beim Drechseln von rotierendem Holz mit Gewalt kann sich die Maserung verhaken und das Werkzeug oder das Werkstück wegschleudern. Seitlich an der Drechselbank stehen, nicht direkt in Richtung des rotierenden Holzes.
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