Lüftung ist die gezielte Zufuhr und Abfuhr von Luft in einem Gebäude. Sie sorgt für Frischluftzufuhr, entfernt verbrauchte Luft, reguliert die Luftfeuchtigkeit und verdünnt Schadstoffe. Ohne Lüftung wird die Raumluft stickig, feucht und potenziell gesundheitsschädlich. Lüftung ist nicht dasselbe wie Klimaanlage, obwohl beide oft zusammenwirken.
Es gibt zwei Hauptarten der Belüftung. Die natürliche Belüftung nutzt Wind und Auftrieb, um Luft durch Öffnungen wie Fenster, Lüftungsschlitze und Schornsteine zu bewegen. Sie ist kostenlos und nachhaltig, aber unbeständig und schwer zu steuern. Die mechanische Belüftung verwendet Ventilatoren und Kanäle, um die Luft zu bewegen. Sie ist zuverlässig und steuerbar, verbraucht aber Energie.
Die Bauvorschriften legen Mindestlüftungsraten für verschiedene Nutzungsarten fest. Ein Klassenzimmer benötigt mehr Frischluft pro Person als ein Büro. Eine Großküche benötigt eine leistungsstarke Abluftanlage. Ein Labor benötigt spezielle Systeme zur Entfernung gesundheitsschädlicher Dämpfe. Die Anforderungen basieren auf Forschungsergebnissen zur Innenraumluftqualität und deren Auswirkungen auf die Gesundheit.
Die Bedeutung von Belüftung wird oft unterschätzt, bis sie versagt. Ein schlecht belüftetes Gebäude wirkt stickig und riecht unangenehm. Ein gut belüftetes Gebäude hingegen fühlt sich frisch an, ohne dass es jemandem auffällt. Die beste Belüftung ist unsichtbar.
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