Ein Kind fällt vom Fahrrad. Schürfwunde am Knie. Tränen. Ein Elternteil sagt: „Zeig mal, was du dir verletzt hast.“ Das Wort bedeutet eine kleine Verletzung. Es ist Babysprache, wird aber auch von Erwachsenen scherzhaft verwendet. „Ich hab mir im Fitnessstudio was geholt.“ Der Ton ist leicht. Es relativiert den Schmerz und macht ihn erträglicher. Es ist eine tröstende Redewendung.
„Boo-boo“ hat noch eine andere Bedeutung. Es kann ein Kosewort sein, wie „Schatz“ oder „Liebling“. Eine Großmutter nennt ihr Enkelkind vielleicht „mein kleiner Boo-boo“. Es kann aber auch einen Fehler bedeuten. „Mir ist ein Fehler im Bericht unterlaufen.“ Diese Verwendung wirkt etwas kindisch, ist aber im Büroalltag üblich. Sie mildert einen Fehler ab. Sie bedeutet: „Mir ist ein Fehler unterlaufen, aber es ist nicht so schlimm.“
Kontexte
- Medical: eine kleine Schnittwunde, ein blauer Fleck oder eine Schürfwunde.
- Romantic: ein Kosename, oft für ein Kind oder einen Partner.
- Professional: ein kleiner Fehler, humorvoll gemeint.
- Cartoon: Yogi Bärs Sidekick ist Boo-Boo Bär.
Das Wort wird wiederholt, wie bei „Tschüss“ oder „Gute Nacht“. Wiederholungen sind in der Babysprache in vielen Sprachen üblich. Sie sind leicht auszusprechen und klingen sanft. Deshalb funktionieren sie. Sie mildern den Schmerz bei kleinen Verletzungen. Bei schweren Verletzungen ist diese Methode jedoch nicht angebracht. Ein Beinbruch ist schließlich kein kleiner Makel.
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