Der Film „Der weiße Hai“ kam 1975 in die Kinos und revolutionierte die Filmindustrie. Er war zwar nicht der erste Kassenschlager, aber der erste, der mit einer massiven Fernsehwerbekampagne in Hunderten von Kinos gleichzeitig startete. Weltweit spielte er 470 Millionen Dollar ein. Die Ära der Blockbuster hatte begonnen. Ein Blockbuster ist ein Film, der enormen kommerziellen Erfolg erzielt, in der Regel durch eine Kombination aus Spektakel, Marketing und breitem Kinostart. Der Begriff leitet sich von einer Bombenart ab, und die Metapher ist bewusst gewählt.
Blockbuster sind typischerweise aufwendige Produktionen mit Franchise-Potenzial. Star Wars, Jurassic Park, Marvel-Filme und die Fortsetzungen von Fast & Furious sind allesamt Blockbuster. Sie setzen auf visuelle Effekte, bekannte Schauspieler und globales Marketing. Sie starten gleichzeitig in Tausenden von Kinos. Sie bringen Merchandise-Artikel, Fortsetzungen, Spin-offs und Attraktionen in Themenparks hervor. Der Blockbuster ist mehr als nur ein Film. Er ist ein ganzes kommerzielles Ökosystem.
Das Blockbuster-Modell hat seine Kritiker. Es verdrängt kleinere Filme aus den Kinos. Es bevorzugt bekannte Marken gegenüber originellen Geschichten. Es kann zu einer Monokultur von Superhelden und Fortsetzungen führen. Aber es finanziert auch die Branche. Die Gewinne aus Blockbustern subventionieren die Risiken, die Studios bei kleineren Projekten eingehen. Ohne sie sähe die Wirtschaftlichkeit Hollywoods ganz anders aus.
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