Die Astrobiologie stellt eine zentrale Frage: Gibt es außerirdisches Leben? Dabei geht es nicht nur um die Suche nach Außerirdischen. Das Forschungsgebiet untersucht, wie Leben auf der Erde entstand, welche Bedingungen es benötigt und wo diese Bedingungen jenseits unseres Planeten existieren könnten. Es vereint Biologie, Chemie, Geologie, Astronomie und Planetenforschung.
Die Suche konzentriert sich auf Wasser, Kohlenstoff und Energie. Flüssiges Wasser ist das vielversprechendste Lösungsmittel für Leben, wie wir es kennen. Kohlenstoff bildet die komplexen Moleküle, die Leben benötigt. Energiequellen, von Sonnenlicht bis hin zu chemischen Gradienten, treiben den Stoffwechsel an. Astrobiologen suchen nach diesen Bausteinen auf dem Mars, in den unterirdischen Ozeanen von Europa und Enceladus sowie in den Atmosphären von Exoplaneten.
Das Forschungsgebiet untersucht auch Extremophile, Organismen, die in hydrothermalen Quellen, sauren Seen und radioaktiven Abfällen überleben. Diese Lebewesen erweitern das Spektrum potenziell lebensfreundlicher Umgebungen. Sie liefern zudem wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung von Instrumenten zur Suche nach Biosignaturen, den chemischen Spuren, die Lebewesen hinterlassen.
Bislang wurden keine eindeutigen Beweise für außerirdisches Leben gefunden. Die Suche wird fortgesetzt, da die Frage zu wichtig ist, um sie zu ignorieren.
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