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⏱️ Verschlusszeit

Die Zeitspanne, in der der Kameraverschluss geöffnet bleibt.

Verschlusszeit

Die Verschlusszeit ist die Zeitspanne, in der der Kameraverschluss geöffnet bleibt. Sie wird in Sekundenbruchteilen gemessen, von 1/8000 Sekunde bis zu mehreren Sekunden oder mehr. Eine kurze Verschlusszeit friert Bewegungen ein, eine lange verwischt sie. Die Wahl der Verschlusszeit hängt vom Motiv ab. Ein laufender Sportler benötigt 1/1000 Sekunde oder kürzer. Ein Wasserfall wirkt bei 1/4 Sekunde fließend und weich. Ein Nachthimmel wird bei 30 Sekunden Verschlusszeit als Sternenspuren sichtbar. Die Verschlusszeit ist neben Blende und ISO eine der drei Variablen im Belichtungsdreieck.

Die Verschlusszeit beeinflusst nicht nur die Bewegungsdarstellung, sondern auch die Belichtung. Eine lange Verschlusszeit lässt mehr Licht einfallen, was bei schwachem Licht von Vorteil ist. Allerdings erhöht sie auch das Risiko von Verwacklungen. Als Faustregel gilt: Die Verschlusszeit sollte mindestens so kurz sein wie der Kehrwert der Brennweite. Ein 50-mm-Objektiv benötigt also mindestens 1/50 Sekunde, ein 200-mm-Objektiv mindestens 1/200 Sekunde. Bildstabilisatoren ermöglichen längere Verschlusszeiten. Ein Stativ beseitigt das Problem vollständig. Die Verschlusszeit ist auch ein kreatives Gestaltungsmittel. Sie steuert, wie Zeit in einem Foto dargestellt wird. Eine kurze Verschlusszeit friert einen Moment ein, eine lange Verschlusszeit zeigt den Lauf der Zeit.

Verschlusszeiten-Leitfaden

Die Verschlusszeit ist nicht dasselbe wie die Belichtungszeit. Die Belichtungszeit ist die Gesamtzeit, in der Licht auf den Sensor trifft. Die Verschlusszeit ist die Einstellung, die diese Zeit steuert.

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