Allegro ist eine Tempoangabe, die schnell und lebhaft bedeutet. Sie stammt aus dem Italienischen und heißt fröhlich. In der Praxis umfasst sie ein breites Spektrum an Tempi, etwa 120 bis 168 Schläge pro Minute. Sie ist nicht so schnell wie Presto, aber schneller als Andante. Sie entspricht dem Tempo eines zügigen Spaziergangs, eines angeregten Gesprächs oder eines fröhlichen Tanzes.
Komponisten verwenden das Allegro für Eröffnungssätze, Finali und alles, was Energie erfordert. Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ beginnt mit einem Allegro. Beethovens Fünfte Sinfonie beginnt mit einem Allegro con brio, schnell und temperamentvoll. Das genaue Tempo liegt im Ermessen des Dirigenten. Eine Metronomangabe kann zwar gemacht werden, doch der Charakter ist ebenso wichtig wie die Zahl.
Tempoangaben um allegro
- Largo: sehr langsam, breit.
- Adagio: langsam, gelassen.
- Andante: Schritttempo.
- Moderato: moderat.
- Allegro: schnell, lebhaft.
- Presto: sehr schnell.
- Prestissimo: so schnell wie möglich.
Allegro ist nicht einfach nur schnell. Es ist beschwingt. Die Stimmung ist entscheidend. Ein schnelles Stück kann aggressiv wirken, wie ein Marsch. Allegro hingegen ist heiter, optimistisch, energiegeladen. Es ist das Tempo der Freude. Deshalb ist es so verbreitet. Komponisten wollen mit Energie beginnen und mit Begeisterung enden. Allegro vereint beides. Es ist das Standardtempo für schnelle Stücke. Wenn ein Komponist Allegro schreibt, weiß der Interpret, dass er mit Elan spielen soll. Nicht gehetzt, nicht hektisch, sondern einfach lebendig. Der italienische Begriff beschreibt etwas, was das Englische nicht ausdrücken kann. Schnell ist eine Geschwindigkeit. Allegro ist ein Gefühl. Deshalb haben sich die italienischen Begriffe so lange gehalten. Sie beschreiben die Musik, nicht nur das Metronom.
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