Eine CO₂-Steuer bepreist Treibhausgasemissionen. Regierungen erheben eine Gebühr pro Tonne emittiertem CO₂. Fossile Brennstoffe werden proportional zu ihrem CO₂-Gehalt teurer. Kohle ist am stärksten betroffen. Erdgas ist unter den fossilen Brennstoffen am wenigsten betroffen. Erneuerbare Energien verursachen keine direkten Kosten.
Die Logik ist einfach: Erhöht man den Preis für Umweltverschmutzung, verschmutzen die Menschen weniger. Sie isolieren ihre Häuser, steigen auf Elektrofahrzeuge um oder wählen sauberere Energiequellen. Unternehmen investieren in Energieeffizienz. Die Einnahmen können vielfältig eingesetzt werden: zur Senkung anderer Steuern, zur Finanzierung sauberer Energien oder zur Auszahlung von Zuschüssen an Haushalte.
Die Länder haben unterschiedliche Wege beschritten. Schweden führte 1991 eine CO₂-Steuer ein und verlangt heute über 100 US-Dollar pro Tonne. Kanada hat einen bundesweiten CO₂-Preis mit entsprechenden Rückerstattungen. Die EU nutzt ein Emissionshandelssystem anstelle einer reinen Steuer. Australien führte 2012 einen CO₂-Preis ein und schaffte ihn zwei Jahre später aufgrund politischer Proteste wieder ab. Die Politik funktioniert. Die Umsetzung ist politisch schwierig.
Schlüsselfragen
- Welcher Preis pro Tonne?
- Was wird behandelt?
- Wie die Einnahmen verwendet werden
- Grenzausgleichsmaßnahmen für den Handel
- Auswirkungen auf den Haushalt und Rabatte
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