Die Brennweite ist der Abstand zwischen dem optischen Mittelpunkt einer Linse und dem Sensor, wenn die Linse auf Unendlich fokussiert ist. Sie wird in Millimetern gemessen und bestimmt den Bildwinkel und die Vergrößerung. Eine kurze Brennweite, wie z. B. 24 mm, erfasst ein weites Bildfeld. Eine lange Brennweite, wie z. B. 200 mm, vergrößert entfernte Objekte. Brennweite ist nicht dasselbe wie Zoom. Ein Zoomobjektiv hat eine variable Brennweite, ein Festbrennweitenobjektiv hingegen eine feste.
Die Brennweite beeinflusst nicht nur den Bildwinkel, sondern auch die Perspektive. Ein Weitwinkelobjektiv verstärkt die Tiefenschärfe, wodurch nahe Objekte größer und entfernte Objekte kleiner erscheinen. Ein Teleobjektiv hingegen verringert die Tiefenschärfe und lässt entfernte Objekte näher erscheinen. Deshalb werden Porträts oft mit kurzen Teleobjektiven im Bereich von 85 mm bis 135 mm aufgenommen. Die Kompression schmeichelt den Gesichtszügen. Die Brennweite beeinflusst auch die Schärfentiefe. Längere Brennweiten erzeugen bei gleicher Blendenöffnung und Entfernung eine geringere Schärfentiefe. Das Verständnis der Brennweite hilft Ihnen, das richtige Objektiv für Ihre Aufnahme auszuwählen.
Brennweitenbereiche
- Wide. 14mm bis 35mm, breites Sichtfeld.
- Standard. 40 mm bis 60 mm, ähnlich dem menschlichen Sehvermögen.
- Telephoto. 70 mm bis 200 mm, vergrößert entfernte Objekte.
- Super-Teleobjektiv. 300 mm und mehr, für Sport- und Tierfotografie.
Die Brennweite ist nicht dasselbe wie das Sichtfeld. Das Sichtfeld hängt sowohl von der Brennweite als auch von der Sensorgröße ab.
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